Grundschule ober-olm Lernen in guter Atmosphäre

Lernen in guter atmosphäreUnser Schulprofil

Professionalität des Personals:
Parallel zum Schulleiterwechsel fand ein altersbedingter Personalumbruch statt. Es galt
zunächst, das in Teilen neugebildete Kollegium zu einem Team zu formen. Trotz hoher
Motivation aller Kolleginnen war die Heterogenität im Lehrkörper gerade im ersten Jahr
für alle eine Herausforderung. Der Wille voneinander zu lernen, um von den Stärken der
anderen zu profitieren, war groß. Als erste Maßnahmen hierzu wurden im Schuljahr
2012/2013 die gegenseitigen Hospitationen im Unterricht der Kolleginnen eingeführt.
Ergänzt wurden diese im darauf folgenden Schuljahr durch Unterrichtsbesuche und
Mitarbeitergespräche durch die Schulleitung. Die Mitarbeitergespräche haben zum
einen die persönliche Weiterentwicklung der Kolleginnen, zum anderen die Qualität des
Unterrichts anhand ausgewählter Kriterien aus dem ORS zum Thema. In jedem
Schuljahr erhält jede Kollegin einen Hospitationstermin mit der Schulleitung und hierzu
dann zeitnah einen Termin für das Mitarbeitergespräch.
Fortbildungsmöglichkeiten werden häufig genutzt und gerne ermöglicht, zumal die
teilnehmenden Kolleginnen anschließend ihr neu erworbenes Wissen als Multiplikatoren
ins Kollegium tragen.

Umgang mit Heterogenität und verstärkte Schülerorientierung:
Zweiter Schwerpunkt im Schuljahr 2012/2013 war das Verbessern der
Schülerorientierung und des Umgangs mit Heterogenität im Unterricht:
Wir wollten besser auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten der
uns anvertrauten Kinder reagieren:

Differenzierung
Kinder mit Lernstörungen oder Lernschwierigkeiten erhalten an unserer Schule
ausgewiesenen Förderunterricht und werden zusätzlich durch innere Differenzierung in
der Klasse individuell betreut und in Einzelfällen in den Leistungsnachweisen auch
differenziert bewertet. Alle Maßnahmen hierzu sind im Förderplan detailliert
dokumentiert.
Schüler mit besonderen Begabungen werden sowohl in der Schule explizit gefördert
(z.B. die Knobelstunden Mathematik und das Lernen in Neigungsgruppen), haben aber
auch die Möglichkeit, die Entdeckertaggrundschulen in Ingelheim oder Mainz zu
besuchen.
Künstlerisch besonders interessierte Kinder können epochal an der „Förderstunde
Schulhausgestaltung“ oder Lernschwächere an der Förderstunde „Konzentration durch
Musik“ teilnehmen.
Zusätzlich gibt es jeweils eine Sportförderstunde für die Klassenstufen 1/2 und 3/4
durch die dafür ausgebildete Sportlehrerin.
Die Kinder mit Deutsch als Zweitsprache werden zweimal wöchentlich in kleinen Gruppen
gefördert. Grundlage ist das Unterrichtsmaterial „DAZ-Box“.
Individualisierung
Um noch stärker auf die Interessen der Schüler einzugehen schreiben alle Kinder seit
dem Schuljahr 2012/2013 pro Halbjahr jeweils einen individuellen Leistungsnachweis in
einem Hauptfach, bei dem sie Thema und Zeitpunkt der Überprüfung selbst wählen. Die
Beurteilungskriterien werden vorher mit den Kindern besprochen.
Jungenförderung
Genderkompetenz, also das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Besonderheiten,
sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerseite ist von zentraler Bedeutung für den
Bildungserfolg. In unserem reinen Frauenkollegium erscheint uns vor allem die
Selbstreflexion unseres eigenen Genderverhaltens als notwendig. Bereits im Schuljahr
2011/2012 haben wir hierzu Reinhard Winter zu einem Lehrer- und Elternabend
eingeladen. Im Nachgang entstanden vor allem in den AGs Angebote, die den besonderen
Anforderungen beider Geschlechter gerecht werden.
Bereits fest gebucht ist ein Studientag für das Kollegium in Form eines Workshops mit
Erwin Germscheid, um das Gelernte weiter zu vertiefen.

Kompetenzorientierung
Als arbeits- und zeitintensiv gestaltete sich die Erarbeitung verbindlicher, schuleigener
Kompetenzraster für alle Fächer.
Diese bilden nun das Fundament unserer pädagogischen Arbeit: Mithilfe der
schuleigenen Kompetenzraster planen und evaluieren wir unseren Unterricht, sie sind
Grundlage für Förderpläne und Forderpläne, für Rückmeldungen an Eltern und Schüler
und die Leistungsbeurteilung im Allgemeinen. Ferner haben wir die Form unserer
Zeugnisse auf die Kompetenzraster zugeschnitten, um in diesem einheitlichen
Referenzrahmen zu bleiben.

Externe Kooperation / Öffnung von Schule
Die Kooperation mit außerschulischen Partnern bereichert unser Schulleben enorm.
Wir haben einerseits die Schule für Experten von außen geöffnet und nehmen
andererseits von schulischer Seite sehr aktiv am Ortsleben teil:
Ein Beispiel hierfür stellt die ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung unserer Kinder
durch Senioren aus dem Ort dar. Neben dem vordergründigen Ziel der Hilfestellung bei
den Hausaufgaben hat sich das Zusammenführen der Generationen im schulischen
Rahmen als wertvolle integrative Maßnahme für die Dorfgemeinschaft erwiesen.
Die enge Zusammenarbeit mit ortsansässigen Musik- und Sportvereinen entwickelte sich
zu einer Win-win-Situation für beide Seiten. Im Sport bereichern vier offizielle, durch
den Landessportbund bezuschusste Kooperationen die pädagogische Arbeit der
Fachkolleginnen. Neben dem Erwerb fachspezifischer und überfachlicher Kompetenzen
konnte die Übertrittsrate in den organisierten Vereinssport deutlich erhöht werden,
indem die Kinder im geschützten Rahmen der Schule den Zugang zum Sportverein für
sich entdecken.
Beleg des besonderen gemeinsamen Engagements ist die Ausrichtung des
Mädchenfußballturniers des Landkreises Mainz-Bingen. Hierbei übernehmen Schule und
Verein zusammen Verantwortung für das schulische Wettkampfwesen im Landkreis.
Die Kooperation mit den Musikvereinen ist im Unterpunkt „kulturelles Schulprofil“
genauer erläutert.
Die Kooperation mit den Kitas erfolgt durch Einhalten eines engmaschigen
Kooperationskalenders, die Kooperation mit den weiterführenden Schulen gelingt durch
„runde Tische“ an denen alle Grundschulen und die weiterführenden Schulen der
Verbandsgemeinde Nieder-Olm teilnehmen. Hier ist die Zusammenarbeit unkompliziert
und fruchtbar. Mit den vielen Gymnasien der Stadt Mainz haben wir loseren, aber immer
wertschätzenden und konstruktiven Kontakt.

Kulturelles Schulprofil

Warum verstärkte Erziehung im musisch-ästhetischen Bereich?
Der musisch-ästhetische Bildungsbereich ist für uns an der Grundschule Ober-Olm ein
essentieller Bestandteil unseres pädagogischen Gesamtkonzeptes der
Grundschulbildung. Wir definieren das Ziel von Bildung hier vor Ort als die Befähigung
zur aktiven Teilhabe an unserer Gesellschaft und ihren vielfältigen Teilsystemen. Es
geht also keineswegs ausschließlich darum, die Weichen für einen möglichst hohen
Bildungsabschluss zu stellen, um die erfolgreiche Partizipation am wirtschaftlichen
System zu sichern. Ebenso wichtig sind die Zugänge zu kulturellen, religiösen und
sportlichen Teilsystemen und die dafür notwendige Wesensbildung.
Diesem Ansatz liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde. Der enorme Beitrag, den
der musisch-ästhetische Bildungsbereich hierzu leistet, erschließt sich nicht auf den
ersten Blick, da er in hohem Maße auf implizite Lernprozesse setzt. Hier werden
vornehmlich sogenannte "soft-skills" ausgebildet, die im Folgenden näher betrachtet
werden sollen:
- Musisch-ästhetische Erziehung schafft Zugänge zu gesellschaftlichen Teilsystemen,
die vielen Kindern sonst unzugänglich bleiben. Könnenserlebnisse in den musischen
Fächern können nicht jedem Kind im Elternhaus ermöglicht werden.
- Das Arbeiten an musischen und künstlerischen Inhalten schafft bei den Kindern
Selbstbewusstsein. Dies ist nicht zuletzt für Kinder wichtig, denen das Erreichen von
Erfolgen in anderen Fächern schwerfällt. Es hat sich gezeigt, dass Kinder vor allem bei
regelmäßigen Ausstellungen ihrer Werke große Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren.
- Die Ausdrucks- und Empathiefähigkeit werden geschult. Vor allem beim Darstellenden
Spiel ist das Einlassen auf Gefühle und körpersprachlichen Ausdruck unabdingbar.
- Die Kooperationsfähigkeit wird gestärkt. Die Kinder üben sich darin beispielsweise
beim gemeinsamen Musizieren und erfahren dadurch, dass sie sich aufeinander
einlassen, Gemeinschaftserlebnisse.
- Durch das künstlerische Gestalten „ihrer Schule“ entsteht ein persönlicherer Bezug
zur Bildungseinrichtung, was sich in der Achtsamkeit gegenüber dem Schulhaus und der
Einrichtung niederschlägt. Das Verantwortungsbewusstsein wird gestärkt.
- Die Kinder üben durch Präsentieren eigener Ergebnisse den Vortrag vor großen
Gruppen. Nicht zuletzt wirkt sich dies dann auch auf die mündliche Leistungsfähigkeit
in den anderen Fächern aus.
- In künstlerischen Projekten ist die Selbstorganisation gefragt: Die Kinder wählen
zunehmend Themen und Art der Ausführung selbst aus.
- Dazu muss man sich natürlich miteinander abstimmen und von eigenen Vorstellungen
abweichen können: Kommunikationsverständnis und Demokratieverständnis sind gefragt!
Gesucht werden gemeinsame Lösungen, die alle zufrieden stellen: die
Kompromissfähigkeit wird ausgebildet.
- Um gute Ergebnisse zu erreichen, muss man zusammenarbeiten: Unabdingbar sind
Hilfsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit.
Zusammenfassend wird durch den musisch-ästhetischen Teil der Bildung also weniger
reproduzierbares Wissen vermittelt, als vielmehr "Wesensbildung" betrieben. Hier
erworbene Fähigkeiten werden die Schüler, die offen dafür sind, ein Leben lang
begleiten.
Wir an der Grundschule Ober-Olm sind davon überzeugt, dass die im musischästhetischen Bereich gestärkten sozialen und personalen Kompetenzen durch die
Könnenserlebnisse in für Kinder bedeutsamen Lernfeldern auch auf andere
Unterrichtsfächer transferiert werden können.
Aus diesen Gründen haben wir uns auf den Weg gemacht, den schulischen Alltag in
hohem Maße durch künstlerische, musische und theaterpädagogische Inhalte zu prägen.
Zur Professionalisierung des Kollegiums bemüht sich die Schulleitung, verstärkt Kollegen
mit den Fächern Musik, Kunst und Darstellendes Spiel einzustellen und unterstützt
Fortbildungen der Kolleginnen in diesen Bereichen.
Bestätigt auf diesem Weg wurden wir im Schuljahr 2013/2014 durch das Erreichen der
Endrunde des bundesweiten Schulwettbewerbs „Kinder zum Olymp“ , bei dem wir für die
Sparte „Kulturelles Schulprofil“ nominiert waren.
Maßnahmen:
Die musisch-ästhetische Erziehung ruht auf drei miteinander verbundenen Säulen:
Kunsterziehung, Musikerziehung und Theater-Darstellendes Spiel.
Diese Bereiche haben große Schnittmengen und es sind zahlreiche Synergieeffekte
zwischen den Teilbereichen zu beobachten. Trotzdem versuchen wir in den einzelnen
Schuljahren, Schwerpunkte zu setzen.

Beispiele für die Arbeit in den vergangenen Schuljahren
Kürzlich fanden unsere Projektwoche und unser Schulfest unter dem Motto „KuNaMu“
statt. Die Kinder beschäftigten sich in altersgemischten Gruppen mit Themen aus den
Bereichen Kunst, Natur und Musik.
Auch jenseits der Themenwochen hat das musisch-ästhetische Lernen einen hohen
Stellenwert in unserem Unterricht.
Im Folgenden sind einige Maßnahmen skizziert:

Musikerziehung:
Immer wieder geht es um das Kennenlernen der Instrumente des Sinfonieorchesters
für alle Kinder der Schule. Die Schüler sollen durch Zuhören und eigenes Erproben die
Instrumente kennenlernen und zum Musizieren motiviert werden.
Durch die nachfolgenden Angebote sollen den Kindern verschiedene Zugänge ermöglicht
werden:
In Zusammenarbeit mit der Musikalischen Akademie (Musikverein) Ober-Olm können die
Kinder der dritten und vierten Klassen alle zwei Jahre im August gängige
Blasinstrumente ausprobieren. Die Möglichkeit, ein solches Instrument zu erlernen
besteht vor Ort und wird von der Schule unterstützt, so finden Instrumentalstunden
auch in den Räumen der Schule und somit für Kinder in Laufnähe statt.
Alle zwei Jahre gelingt es uns, eine Bläser-AG in Kooperation mit den beiden örtlichen
Musikvereinen anzubieten. Jeden Donnerstag treffen sich die Kinder, die diese AG für
ein Jahr gewählt haben und werden im Orchesterspiel angeleitet. Die Gruppe bereichert
das Schul- und Ortsleben durch zahlreiche Auftritte.
In Kooperation mit dem Quartettverein (2. Musikverein im Ort) gab es einen Workshop
zum Vokalgesang mit Voces 8. Das britische Vokalensemble verzauberte unsere Kinder
und die zusätzlich eingeladenen Schüler der Nachbarschule mit überraschenden Ideen
zur Bildung der eigenen Stimme und frappierendem Vortrag.
Unsere zweiten, dritten und vierten Klassen fuhren im Oktober 2013 in die Phönixhalle
in Mainz zu einem Stück der musikalischen Fakultät der Uni Mainz: „Die Schöpfung“ von
Joseph Haydn. Die Musiker in Mainz spielten das beeindruckende Werk von Haydn in
Ausschnitten und brachten den Kindern durch einen engagierten Moderator die
Handlung nahe. Durch die gelungene pädagogische Aufbereitung war der Besuch des
Konzertes ein Erlebnis, das die Kinder so schnell nicht vergessen werden. Sowohl die
Musiker, deren Instrumente teilweise vorgestellt wurden als auch der Chor und die
Solisten beeindruckten durch Lebendigkeit und Professionalität. Durch gute Kontakte
der Schule zum Veranstalter wurde den dritten Klassen ein Backstagebesuch hinter der
Bühne der großen Veranstaltungshalle ermöglicht.
Die dritten und vierten Klassen dürfen jeweils im April einen Probenbesuch im
Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Mainz genießen. Auch hier darf hinter
die Kulissen geschaut werden. Die Kinder haben die Möglichkeit, „Theaterluft“ zu
schnuppern und werden durch Fundus und Übungsräume der Musiker geführt. Das
Frühstück in der Theaterkantine rundet den Tag ab.
Dank der Unterstützung unseres Schulförderervereins können wir immer wieder
externe Experten, wie beispielsweise 2014 das Nimmerlandtheater mit dem Stück „Die
neunte Sinfonie der Tiere“ für die ganze Schule einladen. Hier wurden noch einmal den
Kindern die Instrumente eines Orchesters spielerisch nahegebracht. Ferner bestand die
Möglichkeit, erneut einzelne Instrumente auszuprobieren und zum Erlernen eines der
Instrumente motiviert zu werden.
Insgesamt gelingt es uns, durch diese vielfältigen Aktionen den Kindern die
Orchesterinstrumente eindrücklich vorzustellen und einzelne Schüler für das eigene
Musizieren - beispielsweise in unserer Blasinstrumente-AG- oder den Besuch klassischer
Konzerte zu begeistern. Die verschiedenartigen Zugänge sollten möglichst viele Kinder
erreichen.

Kunsterziehung
Wir wollen den Kindern ganzheitlichen Zugang zur Kunst ermöglichen. Hierzu gehören
Begegnungen mit „realen Künstlern“, die Ausrichtung eigener und der Besuch
öffentlicher Ausstellungen, eigenes Erproben in der Kunst und die kindgerechte,
eigenverantwortliche Gestaltung von Elementen des Schulhauses.
Immer wieder gestalten unsere Klassen öffentliche Ausstellungen. Wie im Jahr 2013 im
Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung in Nieder-Olm zum Thema "Farben des
Expressionismus". Nicht nur die Ausstellung, sondern auch die Vernissage, bei der die
Kinder zu ihren eigenen Bildern Fragen beantworteten, es dem Anlass entsprechend
Getränke und kleine Snacks gab, würdigte die Arbeiten in besonderem Maße.
Aktuell liegt der Schwerpunkt auf der Schulhausgestaltung gemeinsam mit den Kindern.
Im letzten Schuljahr wurde das beleuchtete Kunstwerk im Foyer fertiggestellt, das
immer wieder mit anderen Inhalten gefüllt werden kann.
Eine Projektgruppe verantwortete den Bau einer Fundkiste für das Foyer vom Entwurf
bis zum fertigen Endprodukt. Die Kinder entwarfen, stimmten verschiedene Ideen
miteinander ab, verwarfen Vorschläge und kamen am Ende zu einem außerordentlich
ansprechenden Ergebnis.
Die Litfaßsäule, die das Foyer schmückt, wird von den Kindern oft spontan mit
gelungenen Einfällen aus dem Unterricht oder von zu Hause als "Marktplatz" genutzt.
Zu Beginn eines jeden Schuljahres arbeitet eine Kunstlehrerin mit den Kindern aus der
betreuenden Grundschule an aufwendigen Fotocollagen, die den Abgang in die Räume der
BGS attraktiver gestalten sollen. Eine gelungene Idee, die mit der Kunstform der
Verfremdung spielt!
Zentraler Bestandteil des Kunstunterrichtes ist auch das Beurteilen der Schülerwerke
durch die Kinder selbst. Dies geschieht anhand zuvor erarbeiteter Kriterien. Dieser
Prozess bindet die Kinder in die Notengebung mit ein und schult die Wahrnehmung auch
in Hinblick auf die Werke anderer Künstler.

Darstellendes Spiel und Theater
Auch im Bereich „Darstellendes Spiel und Theater“ ist bei uns einiges los:
Schwerpunkt im musisch-ästhetischen Bereich im Schuljahr 2014/15 ist das Theater.
Vorschulprogramm:
Im letzten Schuljahr startete unser neues Kooperationsprojekt mit der KITA
Abenteuerland. Hierfür konnte die Schauspielerin Sabine Waffender gewonnen werden,
die mit den Vorschulkindern und Erstklässlern szenische Elemente zum Thema „Glück“
erarbeitete. Angeleitet lernten die kommenden und die aktuellen Erstklässler das
Darstellende Spiel in einem Workshop zum Thema "Glück" kennen. Der Schwerpunkt
liegt hier mit Absicht nicht auf einer Präsentation des Ergebnisses nach den acht
Einheiten, sondern auf dem Bewusstwerden des eigenen Körpers durch Atmung,
Erspüren von Bewegungen und dem Spiel mit Stimme und Körperausdruck.
Im aktuellen Schuljahr wurde dieses Vorschulprojekt fortgeführt. Auch für das nächste
Schuljahr ist eine Weiterführung mit geringen Modifikationen nach
Evaluationsgesprächen mit allen Beteiligten und eine Ausweitung auf die zweite
Kindertagesstätte geplant.
Schultreff
Auch im monatlichen Schultreff entdecken wir immer häufiger szenische Darstellungen
der einzelnen Klassen. Hierbei handelt es sich um ein etwa 8 Mal im Jahr stattfindendes
Treffen der gesamten Schulgemeinschaft (inklusive Hausmeister und Sekretärin),
welches von Kindern moderiert und inhaltlich gestaltet wird. Neben alle betreffenden
Informationen durch die Erwachsenen bietet sich hier eine Plattform,
Unterrichtsergebnisse aus verschiedenen Fächern zu präsentieren. Es ist schön zu
sehen, wie die Kinder mutiger und kreativer werden!

Premierenklasse
Immer wieder haben wir eine Klasse im Premierenklassenprogramm des Staatstheaters.
Eng betreut durch Theaterpädagogen haben die Kinder die Möglichkeit das Theater von
innen kennenzulernen: Workshop, Probenbesuch, Theaterführung und der Besuch der
Premiere gaben den Kindern tiefen Einblick in die Theaterarbeit. Für das kommende
Schuljahr ist wieder eine Klasse in diesem Kooperationsprojekt vorgesehen.

Weitere Maßnahmen
Selbstverständlich besuchen wir in jedem Jahr im Dezember mit der ganzen Schule das
Weihnachtsmärchen im Staatstheater Mainz.
Seit dem Schuljahr 2014/2015 gehört eine ausgebildete Theaterpädagogin mit zum
Lehrerteam. Dies ermöglicht es uns, noch tiefer in die Arbeit des szenischen Spiels
einzusteigen.
Im laufenden Schuljahr gab es eine Fortbildung des gesamten Kollegiums mit dem Titel:
„Elemente der Theaterpädagogik im Grundschulunterricht“. Vieles, was wir dort lernten,
konnten wir sofort am nächsten Tag im Unterricht umsetzen.
Ab der ersten Klasse sind wir dabei bei dem Programm „TheaterStarter“ des Mainzer
Staatstheaters. Vier Jahre lang werden die Kinder durch Theaterpädagogen durch die
Sparten Ballett, Schauspiel, Musiktheater und Konzert geführt und in Workshops zum
eigenen Erproben motiviert. Ziel ist auch hier die kulturelle Teilhabe.

Ausblick auf die nächsten Jahre 
Trotz des Umfanges des Erreichten wollen wir uns auch in Zukunft weiterentwickeln.
Es gilt, in den nächsten Jahren, nachhaltig die Qualität und die Quantität unserer
Maßnahmen zu sichern. Wir wollen die Ziele, die wir uns gesteckt haben, verbindlich
verfolgen und deren Einfluss auf Bildungsqualität und Schülerleistungen untersuchen.
Aufgabe der nächsten Jahre wird also die Evaluation sein. Hierzu müssen geeignete
Messinstrumente gefunden werden, wobei wir uns Unterstützung durch die Agentur zur
Qualitätssicherung wünschen.